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Dachziegel.
Dachziegel, auch Dachsteine, Dachpfannen oder Dachplatten genannt, sind flächige grobkeramische Bauelemente, die zum Eindecken von geneigten Dächern dienen. Diese wird dann Ziegeldeckung genannt.
Geschichte.
Wann und von wem genau der aus Ton gebrannte Dachziegel erfunden wurde ist nicht überliefert. Es gibt jedoch einen Bericht des griechischen Schriftstellers Pindar, in welchem er die Erfindung des Dachziegels im Jahre 450 v. Chr. den Korinthern zuschreibt. Die Historie des Mauerziegels ist in zahlreichen Schriften antiker Schreiber festgehalten und durch Ausgrabungen belegt. Zum Dachziegel dagegen gibt es außer von Originalstücken nur spärliche Informationen, sogar die heutigen Hersteller verfügen kaum über dokumentierte Belege oder Fotos aus der Frühzeit – gemeint ist ein Zeitraum von etwa 150 Jahren – der Dachziegelproduktion. Die Gründe dafür liegen in der Anfangszeit der Industrialisierung, als viele kleine Produktionsstätten existierten. Viele Bauern haben die Dachziegelproduktion als zusätzliche Einnahmequelle und als Überbrückung der Winterzeit betrieben.
In der Zeit der handgefertigten Ziegel gab es in Württemberg eine Besonderheit, den sog. Feierabendziegel (auch Glücks- oder Sonnenziegel bezeichnet). Es waren die letzten Ziegel eines Tagwerks, in die auf der Rückseite mit dem Finger, einem Kamm oder einem anderen spitzen Gegenstand Ornamente, Jahreszahlen, Zeichen und auch Texte hineingeritzt wurden. Die ältesten bekannten Feierabendziegel stammen aus der Zeit zwischen 1100 und 1300 n. Chr.
Moderne Herstellung.
Die Ziegelherstellung hat sich im Prinzip nicht wesentlich geändert. Während man früher die Ziegeleien aus Kostengründen in der Nähe von Ziegelgruben errichtete, spielt das Transportproblem heute eine untergeordnete Rolle. Die Formgebung ist im wesentlichen automatisiert worden. Die einzelnen Herstellungsschritte sind:
- Abbau. Aufbereitung. Sumpfen oder Mauken. Formgebung. Trocknen. Brennen. Güteprüfung.
Beim Sumpfen oder Mauken wird der Feuchtegehalt der Ton/Lehm-Mischung auf den gewünschten Wert eingestellt. Die abgebauten Tone und Lehme haben beim Abbau unterschiedliche Feuchtegehalte, die ausgeglichen werden müssen. Wichtig ist auch der Trocknungsprozess. Der Rohling muss trocken sein, denn Wasser vergrößert bei Verdunstung sein Volumen auf das 1500-fache. Der geringste Wasseranteil im Rohmaterial würde also den Scherben beim Brand zerstören
(Quelle: Auszug Wikipedia)
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